treedinckg abb-

Treedinckg abb

treedinckg abb- dette heest "trading up"- vastehste?

wat uns einjefallen is ( was uns eingefallen ist )
Als wa nach Feierabend in unsa kleenen Kantine zusammen saßen, hab ick erklärt wat Sache is, det unsere Motorsäjen-Hausmarke jetzt ooch im Baumarkt verkooft wirt unt warum det so is- wejen der EU-Vorschriften. Und denn hab ick jesacht, wat ick mia ausjedacht habe: „Stratejie is , wenn de wat machst, wat der andere nisch verhindan kann, am besten is et, wenn de gleichzeitisch drohst, noch ville mea zu machen. Drohen könn wa nisch- sint wa zu kleen, aber machen könn wa wat.Unt wat meenta könn wa ?“

Susie: „klar könn wa. Maxe hat seenen Laden jut durchdacht unt durchorjanisiert.Wa wissen,det 73% von unsere Kundn Galabauer,Baufirmen unt Gemeinden de Profijeräte der Hausmarke koofen, nua 16% jehn an Privat, der Rest an Waldarbeeter,Golfplätze unt andere.Janz ähnlich is det Vahältnis beim Verkoof von Zubehör- det wissen wa aussem Umsatz der Warengruppen, aba wa können ooch feststellen, wat davon Zubehör von de Hausmarke is unt wat nisch. Meen Vorschlach is: wa koofen mea Original-Äxte,Sägen, Helme usw.in und bauen det Sortiment an Kletterzeusch wie Jurte,Steigeisen usw.aus.imma det Beste, det bringt uns wat.“

Kevin,unsa Azubi: „Ja,det is jut. Unt wat machen mit de jiftjrünen Rasenmäher unt Hecksla? Schmeissen wa di raus ?“
„Ja“,sachte ick, „det Zeusch wirt ausverkooft. Brauchen wa nisch. Jibs ville bessere Maschinen. Unt wa machen ooch keene von dene Aktionen mit, wenn di wiedaspinnen von wejen allet scharf für 199,--€ det könn se alleene machen. Da verdient sowieso nur eener- nämlich der Hersteller, wia sint ville zu kleen füa jute Stückzahlen unt da stimmt der Preis sowieso nisch.“

Robby: „unt wat is mit Express-Zerwiss ? Wollten wa nisch schon lange so wat einführen ?“ „Klar“, sachte ick, „det is ne jute Idee, det machen wa unt zwar ohne Uffschlach. Wenn een Galabauer mit na Profisäje kommt oda mit nen andern Jerät von de Hausmarke, machen wa det sofort, wenn der warten will oder eben noch am selben Tach. Fallen aba denn och mal Überstunden an- ist det okee ?“ „Is okee,“ sachten Kevin unt Robby.

Susie: „denn müssta aba ooch mit de Arbeitskarten hintaher sint- ihr Schusselköppe- alle drei, ham wa uns vastanden ?- sonst klappt det nisch trotz unsa neuen EDV!“

Kevin: „Det is doch Ehrensache, Chefin ! unt wat is mit kleenen Motorsäjen aus Schweden ,Chef ? die sint doch ooch nisch schlecht, oda von woanders ?“ „Nee,“ sachte ick, „ will ick nisch, die aus Schweden sint janz jut, aba weeste wie lange die sich noch streuben unt nisch ooch im Baumarkt sint? und die andern sint sowie schon da drinne. Nee, ick hab ne andere Idee: det heest : treedinckg abb unt heest so ville wie ,wat besseret vakoofen. Klar wern wa ooch kleene Säjen ham, aba ick verkoof die ja- unt wenn ena so wat will, wird ick ihn schon uff wat besseret bringen- det mach ick ja schon lange so, det kann ick- unt hat sich noch keener beschwert. Aba ick will ooch ville mea Ketten, Schienen und Fadenköppe vom Erfinder verkoofen unt die Sonderkraftstoffe unt det Kettenöl koofen wa in Zukunft da, wo die Hausmarke et ooch einkooft. Schlagen wa zwee Fliegen mit eene Klappe. Eens is doch sicha- wia sint eene jute Mannschaft unt wia sint ville bessa als son Fuzzi aussem Baumarkt Zerwiss-Zenta. Die dürfen nur verkoofen, wat jelistet is unt allet, wat sich nisch dreht kommt bei deenen uff de Penner-Liste unt fliegt raus. Det is zwar jut für die Rendite aba nisch jut für det Sortiment- die ham unheimlich ville Artikel, aba een janz magerett Sortiment, bei Forsttechnik unt bei Ersatzteilen sowieso.“

und nun die "deutschsprachige" Version, nicht immer wortgetreu,
weil man manche Wörter nur sinngemäß übersetzen kann:

Als wir nach Feierabend in unserer kleinen Kantine zusammen saßen, habe ich erklärt was passiert ist, das unsere Motorsägen-Hausmarke jetzt auch im Baumarkt verkauft wird und warum das so ist- wegen der EU-Vorschriften. Und denn habe ich gesagt, was ich mir ausgedacht habe: „Strategie ist , wenn du was machst, was der andere nicht verhindern kann, am besten ist es, wenn du gleichzeitig drohst, noch viel mehr zu machen. Drohen können wir nicht- dafür ist unsere Firma zu klein, aber machen können wir was. Und was meint Ihr können wir tun ?“

Susie: „klar können wir. Maxe hat seinen Laden gut durchdacht und durchorganisiert. Wir wissen, das 73% von unsere Kunden Galabauer ,Baufirmen und Gemeinden die Profigeräte der Hausmarke kaufen, nur 16% gehen an Privat, der Rest an Waldarbeiter, Golfplätze und andere. Ganz ähnlich ist das Verhältnis beim Verkauf von Zubehör- das wissen wir aus dem Umsatz der Warengruppen, aber wir können auch feststellen, was davon Zubehör von der Hausmarke ist und was nicht. Mein Vorschlag ist: wir kaufen mehr Original-Äxte, Sägen, Helme usw. ein und bauen das Sortiment an Kletterzeug wie Gurte, Steigeisen usw. aus. Immer nur das Beste- das bringt was.“

Kevin,unsa Azubi: „Ja, das ist gut. Und was machen wir mit den giftgrünen Rasenmähern und Häckslern ? Schmeißen wir die raus ?“ „Ja“, sagte ich, „das Zeug wird ausverkauft. Brauchen wir nicht. Es gibt bessere Maschinen. Und wir machen auch keine von den Aktionen mit, wenn die wieder „spinnen“ von wegen alles scharf für 199,--€ das können sie alleine machen. Da verdient sowieso nur einer- nämlich der Hersteller, wir sind viel zu klein für gute Stückzahlen und da stimmt der Preis sowieso nicht.“

Robby: „und was ist mit Express-Service ? Wollten wir das nicht schon lange einführen ?“ „Klar“, sagte ich, „das ist eine gute Idee, das machen wir und zwar ohne Aufschlag. Wenn ein Galabauer mit einer Profisäge kommt oder mit einem andern Gerät von der Hausmarke, machen wir das sofort, wenn der warten will oder eben noch am selben Tag. Fallen aber dann auch mal Überstunden an- ist das okey ?“ „Ist okey,“ sagten Kevin und Robby.

Susie: „dann müsst Ihr aber auch mit den Arbeitskarten hinterher sein- ihr
Schusselköppe- alle drei, haben wir uns verstanden ?- sonst klappt das nicht- trotz unserer
neuen EDV!“

Kevin: „Das ist doch Ehrensache, Chefin ! und was ist mit kleinen Motorsägen aus Schweden ,Chef ? die sind doch auch nicht schlecht, oder von woanders ?“ „Nein,“ sagte ich, „ will ich nicht, die aus Schweden sind ganz gut, aber weißt Du wie lange die sich noch sträuben und nicht auch im Baumarkt sind? und die andern sind sowie schon da zu finden. Nein, ich hab eine andere Idee: das heißt : trading up und heißt so viel wie ,etwas Besseres verkaufen. Klar werden wir auch kleine Sägen haben, aber ich verkaufe die ja- und wenn einer so etwas will, werde ich ihn schon auf etwas Besseres bringen- das mache ich ja schon lange so, das kann ich- und hat sich noch keiner beschwert. Aber ich will auch viel mehr Ketten, Schienen und Fadenköpfe vom Erfinder verkaufen und die Sonderkraftstoffe und das Kettenöl kaufen wir in Zukunft da, wo die Hausmarke es auch einkauft. So schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe. Eins ist doch sicher- wir sind eine gute Mannschaft und wir sind viel besser als so ein Mitarbeiter aus dem Baumarkt Service-Center. Die dürfen nur verkaufen, was gelistet ist und alles, was sich nicht dreht kommt bei denen auf die Penner-Liste und fliegt raus. Das ist zwar gut für die Rendite aber nicht gut für das Sortiment- die haben zwar unheimlich viele Artikel, aber ein ganz mageres Sortiment, bei Forsttechnik und bei Ersatzteilen sowieso.“