MOTORIST Heft 1/14

MOTORIST Heft 1/14

-wie immer mit vielen interessanten Themen

der Text und die Übersetzung

zum Vergößern: einfach anklicken

Max, der Motorist, erzählt:

Meen Vata war uff de Steuerberater nisch jut zu sprechen: „die kannste alle in een Sack
stecken und druffschlagen- denn triffst imma den Richtjen!“ hata mal gesacht. Er war so
böse, weil soon Steuerfuzzi ihn nisch rechtzeitig vor zu hohen Gewinn gewarnt hatte.
Da musste er mächtig Einkommenssteuer und Gewerbesteuer nachlöhnen- det war bitter.
„Berater? –det ick nisch lache“meckerte er weiter, denn eene saftige Vorauszahlung kam ja
noch oben druff. Sowat wollte ick nisch erleben. Det Dilemma ist doch, dat unser eener die Auswertung imma erst 4-6 Wochen später uffnen Tisch hat. Da sammelste alle Unterlagen unt schickst’se eene Woche nach Ultimo zum Steuerfuzzi, der jibt se in seene EDV, mailt et zur Datev unt die rechnet und schickt denn allet zurück, der druckt det aus unt denn nach 4-6 Wochen landet der Kram wieder ins Büro. Also krichst de die Auswertung von November irjendwann im Januar. Denn isset aba zu spät, um wat zu machen! Meene bessere Hälfte, die Susie, und ick passen besser uff. Det janze Jahr verjleichen wa die Zahlen mit den Vorjahren unt rechnen hoch, wat kommen könnte. Neulich wär et wieda passiert. Da holte ick nen jroßen Ufftrag von eene Wohnungsgesellschaft: zwee Traktoren mit Winterausrüstung unt sechs kleene Kehrmaschinen. Klar, hab ick mir jefreut, aber Susie hat an de Steuer erinnert unt och jleich unsern Notfallplan rausjeholt. Da ham wa im Dezember, die Direktwerbung vorjezogen, die wa für Januar jeplant hatten unt Weihnachtsjrüße mit ruffjeschrieben- det Jeld war ja schon zurückjelegt -knapp 3000,-€- kostet soone Aktion bei meene 6000 Kunden, die in de EDV sind, denn ham wa noch Büromaterial bestellt unt unsern Sportverein ne Spende für die Jugendarbeit überwiesen, die Gemeinde bekam wat für det neue Kirchendach und ick ne Spendenquittung .Det war jut für de Seele und nu stimmte det mit den Jewinn wieda. „Bloß jut, det ick Dir habe“, hab ick zur Susie jesacht „unt jut det Vata sich so jeärgert hat- uns kann det nisch passieren, wir sind uff allet vorbereit“.Unt denn hab ick ihr nen jroßen Blumenstrauß ins Buro jestellt – konnte ick ooch noch von de Steuer absetzen –dufte ,wa ?

und nun die "deutschsprachige" Version, nicht immer wortgetreu, weil man manche Wörter nur sinngemäß übersetzen kann:

Mein Vater war auf die Steuerberater nicht gut zu sprechen: „die kannst Du alle in einen Sack stecken und draufschlagen- dann triffst Du immer den Richtigen“ hat er einmal gesagt. Er war so böse, weil ein Steuerberater ihn nicht rechtzeitig vor zu hohem Gewinn gewarnt hatte. Da musste er viel Einkommenssteuer und Gewerbesteuer nachzahlen- das war bitter. „Berater? –das ich nicht lache “meckerte er weiter, denn eine saftige Vorauszahlung kam ja noch dazu . So etwas wollte ich nicht erleben. Das Dilemma ist doch, das wir die Auswertung immer erst 4-6 Wochen später auf dem Tisch haben. Man sammelt alle Unterlagen und schickt sie eine Woche nach Ultimo zum Steuerberater, der gibt sie in seine EDV, sendet sie zur Datev und die rechnet und sendet dann alles zurück, der druckt das aus und nach 4-6 Wochen sind die Auswertungen im Büro. Also bekommt man die Auswertung von November irgendwann im Januar. Dann ist es aber zu spät, um etwas zu machen! Meine bessere Hälfte, die Susie, und ich passen besser auf. Das ganze Jahr vergleichen wir die Zahlen mit den Vorjahren und rechnen hoch, was kommen könnte. Neulich wäre es wieder passiert. Da holte ich einen großen Auftrag von einer Wohnungsgesellschaft: zwei Traktoren mit Winterausrüstung und sechs kleine Kehrmaschinen. Klar, habe ich mich gefreut, aber Susie hat an die Steuer erinnert und auch gleich unsern Notfallplan rausgeholt. Da haben wir im Dezember, die Direktwerbung vorgezogen, die wir für Januar geplant hatten und Weihnachtgrüße mit raufgeschrieben- das Geld war ja schon zurückgelegt -knapp 3000,-€- kostet so eine Aktion bei meinen 6000 Kunden, die in der EDV sind, dann haben wir noch Büromaterial bestellt und unserm Sportverein eine Spende für die Jugendarbeit überwiesen, die Gemeinde bekam etwas für das neue Kirchendach und ich eine Spendenquittung .Das war gut für die Seele und nun stimmte das mit den Gewinn wieder. „Bloß gut, das ich Dich habe“, habe ich zur Susie gesagt „und gut das Vater sich so geärgert hat- uns kann das nicht passieren, wir sind auf alles vorbereit“.Und dann habe ich ihr einen großen Blumenstrauß ins Buro gestellt – konnte ich auch noch von der Steuer absetzen –toll, was ?