MOTORIST Heft 2/15

MOTORIST Heft 2/15

Max uff de Baumesse

allett ok- nu kannett losjehen !

Max, der Motorist, erzählt:

Neulich warn die Kollejen der Umjejent zum Motoristen-Stammtisch wieda bei mia. Da jink ett um dett Frühlingsfest Anfang Mai bei uns im Park vom Jutshof. Dett Frühlingsfest is eene regionale Baumesse aba so richtich mit Ringelpietz zum Anfassen, da wirt ooch mächtig geschwoft. Drei von uns Sechsen stellen da imma aus unt haben eenen Stand: der Alfons, der Rüdiger und icke. Rüdiger hat den jrößten Stand - hatt ja ooch den jrösten Laden mit knapp 20 Leuten. Der machte folgenden Vorschlag: „Wir können unsere Hersteller, die in den Baumärkten ringsum jetzt ihre Maschinen verhökern, nisch von jetze uff jleich rauschmeißen, dett weeß ick. Wir sollten aba nisch imma nua meckern, wir müssen watt machen. Wir tun uns zusammen. Dett is aba „top-secret“, vastehta! - Die Vertreta müssen denken dett looft allet wie imma, sonst stellen se noch selba aus. Aba wir boykottieren disse Lieferfuzzies unt verpassen denen nen Denkzettel. Wir präsentieren uff meener jroßen Fläche mit unsern drei gleichen Zelten den einzigen, richtigen Motoristen-Stand, dett jabs noch nie-bisher hat ja jeda für sisch jewurschtelt unt da ham wa uns verzettelt unt disett mal zeigen wa unt vakoofen wa nua Maschinen und Jeräte von Firmen die kliien sind, die ett nisch im Baumarkt jibt, denn zeigt Maxe seene jeliebten roten Mäher, Alfons seene jelben unt oranjenen Uffsitza unt icke nua meene jrünen Lieblinge in allen Jrößen. Disse Firman zahlen ja ooch watt dazu. Der Markus jeht zu Max, der Paul kommt zu mia unt der Sebastian mischt bei Alfons mit. Denn hamwa allet, watt ett jibt von der Kettensäje bis zum Uffsitza, ham Forstwerkzeuge und Schutzbekleidung, ham Vertikutiera, Heckenscheren unt Motorsensen in Top-Qualität, für Private unt ooch für Profis. An jedem Zelt steht oben druff: „Gartentechnik mit Service“ da drunta nua die beeden Firmenlogos unt an jedem Zelt noch een Schild, wie: „Wir Motoristen machen den Service, den andere versprechen“ oda sowatt, wie ett Maxe im letzten Jahr hatte. Die Standmiete bezahle icke, alle Zuschüsse von unsan Lieferanten die wa ausstellen kommen in eenen Topp unt davon bezahlen wa die Gutscheine für den Eintritt, die wa allen unsan Kunden mitta Einladung zuschicken. Wat übrig bleibt, teilen wa prozentual uff nach der Menge der verschickten Einladungen. Wat sachta dazu?“ Da warn alle baff unt bejeistert unt wolln dette so jemeinsam durchziehen. Klar detta Rüdiger sauer uff seinen Hauptlieferanten is, nua 2 km von sein Laden is ja soone Baumarktkette janz jroß injestiegen, dett tut sehr weh unt hat ihm ne Menge Umsatz jekostet. „Wista, ick habe ooch nicht zu vaschenken. Ick will eenfach sehen, wie ett is, wenn ick meen Sortiment umstelle, dett is soone Art Versuchsballon, ick will testen ob dett jeht unt watt meene Kunden dazu sagen.
Ick habe aba eene Bitte, jeda lädt alle seene Kunden mit nen persönlichen Brief zum Frühlingsfest ein unt packt mindesten eenen Gutschein für den Eintritt rin, die a natürlich abstempeln müsst. Die sint übrijens nummeriert unt wenna die Nummern notiert, denn könnta sojar jenau feststellen, wer jekommen is, ooch wenna den nich selba am Stand jesehen habt.“ Dett ham alle versprochen.

An diesen Tach werde ick noch lange denken, so einig warn wa uns nämlich noch nie unt ick bin jespannt wie een Flitzbogen, watt dabei rauskommt. Uff jeden Fall wird der jroße Stand mit dem riesen Anjebot ville Uffsehen machen unt ick werde ooch meene Kumpels von der Presse informieren. Dett „Warum“ wirt einschlagen wie ne Bombe, dett hoffe icke jedenfalls!
HJS

und hier die “deutsche” Version

Neulich waren die Kollegen der Umgegend zum Motoristen-Stammtisch wieder bei mir. Da ging es um das Frühlingsfest im Park bei uns auf dem Gutshof Anfang Mai. Das Frühlingsfest ist eine regionale Baumesse mit Ständen und Ausstellern aber auch mit Festzelten in denen kräftig gefeiert wird. Drei von uns Sechsen stellen da immer aus: der Alfons, der Rüdiger und ich. Rüdiger hat den größten Stand- hat ja auch den größten Laden mit knapp 20 Leuten. Der machte folgenden Vorschlag: „Wir können unsere Hersteller, die in den Baumärkten ringsum jetzt ihre Maschinen verhökern, nicht sofort aus dem Sortiment nehmen, das ist mir klar. Wir sollten aber nicht immer nur schimpfen, wir müssen etwas machen. Wir tun uns zusammen. Das ist aber „streng geheim“, versteht Ihr ?!- die Vertreter müssen denken, dass alles wie immer abläuft, sonst stellen die noch selber aus. Aber wir boykottieren diese Lieferanten und verpassen ihnen einen Denkzettel .Wir präsentieren auf meiner großen Fläche mit unsern drei gleichen Zelten den einzigen, richtigen Motoristen-Stand, das gab es noch nie- bisher hat ja jeder für sich gewurstelt und da haben wir uns verzettelt , dieses mal zeigen und verkaufen wir nur Maschinen und Geräte von „sauberen“ Firmen, die es nicht im Baumarkt gibt: dann zeigt Maxe seine geliebten roten Mäher, Alfons seine gelben und orangeroten Aufsitzmäher und ich nur meine grünen Lieblinge in allen Größen. Diese Firmen zahlen uns ja auch etwas dazu. Der Markus geht zu Max, der Paul kommt zu mir und der Sebastian mischt bei Alfons mit. Dann haben wir alles, was es gibt, von der Kettensäge bis zum Rasentraktor, haben Forstwerkzeuge und Schutzbekleidung, haben Vertikutierer, Heckenscheren und Motorsensen in Top-Qualität für Private und auch für Profis. An jedem Zelt steht oben drauf: „Gartentechnik mit Service“ darunter nur die beiden Firmenlogos und an jedem Zelt noch ein Schild, wie: „wir Motoristen machen den Service, den andere versprechen“ oder so etwas, wie es Maxe im letzten Jahr hatte.
Die Standmiete bezahle ich, alle Zuschüsse von unsern Lieferanten die wir ausstellen kommen in einen Topf und davon bezahlen wir die Gutscheine für die Eintrittskarten, die wir allen unsern Kunden mit der Einladung zuschicken. Was übrig bleibt, teilen wir prozentual auf nach der Menge der verschickten Einladungen. Was sagt Ihr dazu?“ Da waren alle sehr überrascht aber begeistert und wollen das genauso gemeinsam durchführen. Klar das der Rüdiger sehr verärgert über seinen Hauptlieferanten ist, denn nur 2 km von seinem Laden ist ja eine Baumarktkette ganz groß eingestiegen, das tut sehr weh und hat ihm eine Menge Umsatz gekostet. „Wisst Ihr, ich habe auch nichts zu verschenken. Ich will einfach sehen, wie das ankommen könnte, wenn ich mein Sortiment umstelle, das soll etwas wie ein Versuchsballon sein, ich will testen ob das gut gehen könnte und was meine Kunden dazu sagen. Ich habe aber eine Bitte, jeder lädt alle seine Kunden mit einem persönlichen Brief zum Frühlingsfest ein und legt mindesten einen Gutschein für den Eintritt dazu, die Ihr natürlich stempeln müsst. Die sind übrigens nummeriert und wenn Ihr die Nummern notiert, dann könnt Ihr sogar feststellen, wer gekommen ist, auch wenn Ihr den nicht selber am Stand gesehen habt.“ Das wurde ihm versprochen. An diesen Tag werde ich noch lange denken, so einig waren wir uns nämlich noch nie und ich bin gespannt, was dabei herauskommen wird. Jedenfalls wird der große Stand mit dem riesigen Angebot viel Aufsehen erregen und ich werde meine Freunde von der Presse informieren, diese Geschichte , das „Warum“, wird einschlagen wie eine Bombe, hoffe ich !

H.J.Schmidt, Ing.